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Home >> Fertilitätserhalt >> Einfluss der Krebstherapie auf die Fruchtbarkeit beim Mann

Einfluss einer Krebstherapie auf die Zeugungsfähigkeit des Mannes
 

Risiko einer Unfruchtbarkeit durch Chemotherapie
Bösartige Krankheiten, bei deren Behandlung beim Mann ein hohes Risiko besteht, dass eine bleibende Unfruchtbarkeit auftritt, sind:

  • Hodgkin- und Non-Hodgkinlymphome,
  • nach Knochenmarkstransplantation, z.B. wegen Leukämie,
  • Krebserkrankungen des Magen-Darmtraktes,
  • Knochenkrebs (Ewingsarkom),
  • Hoden- und Prostatakrebs.

Zur Behandlung von Hodenkrebs wird in Abhängigkeit von der Tumorart Carboplatin eingesetzt. Auch hierrunter ist ein dosisabhängiger Effekt auf die Spermienproduktion zu erwarten.

Der Spermiogrammbefund unterliegt gelegentlich großen Schwankungen. Selbst wenn nach der akuten Phase der Chemotherapie keine Spermien mehr vorhanden sind, erholt sich die Spermienproduktion häufig wieder.

Sichere Verhütung bis 6 Monate nach Chemotherapie!!!
Auch wenn nach der Chemotherapie eine Unfruchtbarkeit vorliegt kann sich das im Laufe der nachfolgenden Zeit wieder ändern. Für den Zeitraum der Chemotherapie und die nächsten 6 Monate nach der Behandlung sollten Frauen und Männer eine sichere Verhütungsmethode wählen, um eine mögliche Schädigung des Embryos zu verhindern.

Risiko durch  Bestrahlung
Die Strahlenempfindlichkeit von Hodengewebe ist sehr unterschiedlich und abhängig vom Lebensalter.

Die Strahlendosis wird in Centigray (cGy) oder Gray (Gy) angegeben. Die Bestrahlung kann in Form von Einzelbestrahlung oder mehreren Teilbestrahlungen bis zur Erreichung der angestrebten Zieldosis (fraktionierte Bestrahlung) vorgenommen werden. Nach einer Einzelbestrahlung des Hodens sind die  Nebenwirkungen deutlich geringer als nach mehreren Teilbestrahlungen. Während nach einer Strahlendois des Hodens von 200 cGy zum Teil nach 30 Monaten ganz normale Samenbefunde gefunden werden, führt die gleiche Gesamtdosis nach fraktionierter Bestrahlung zu einem vollständigen Verlust der Spermienproduktion.

Ab einer Strahlendosis des Hodens von 3,3 Gy ist auch die Hormonbildung gestört und es kommt bei 50% der Männer zu einem Mangel des Sexualhormons Testosteron.

Daher ist eine Kontrolle dieses Hormons durch eine Blutuntersuchung und ggf. Substitution notwendig.