Auswirkung auf das Rezidivrisiko Patientinnen, die nach Abschluss einer Tumortherapie eine Schwangerschaft eingehen, müssen auch bei hormonabhängigen Malignomen nicht mit einem erhöhten Rezidivrisiko rechnen [5]. Bei Patientinnen mit Mammakarzinom, die sich nach einer In-vitro-Fertilisation mit ovarieller Stimulation zur Kryokonservierung von Embryonen unterzogen, war das Rezidivrisiko nach Beendigung der onkologischen Therapie gegenüber Kontrollen ohne vorherige IVF nicht erhöht [9]. |
Auswirkung auf den Schwangerschaftsverlauf Studien zu Schwangerschaftsverläufen nach onkologischer Therapie zeigten eine deutlich erhöhte Abortrate bei Frauen nach Strahlentherapie verglichen mit Frauen nach alleiniger Chemotherapie bzw. bei Patientinnen nach kombinierter Chemo- und Strahlentherapie im Vergleich zu Kontrollen [6,14]. Frühgeburtlichkeit (50 vs. 19,6%), reduziertes Geburtsgewicht (36,2 vs. 7,6%) und intrauterine Wachstumsretardierung (18,2 vs. 7,8%) traten bei Patientinnen nach Hochdosisstrahlentherapie in der Kindheit deutlich häufiger auf als bei Kontrollgruppen [14]. Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes Es gibt zurzeit kein Anhalt für erhöhte Raten an kongenitalen Fehlbildungen, genetischen Anomalien oder Malignomen bei Kindern von Tumorpatientinnen [7].
Insgesamt ist allerdings die Datenlage zu allen hier angesprochenen Fragestellungen noch unzureichend. |