Kryokonservierung befruchteter Eizellen Die Kryokonservierung von mittels IVF befruchteten Eizellen im Vorkernstadium ist eine in der Reproduktionsmedizin seit Jahren etablierte Methode mit akzeptablen Schwangerschaftsraten und im deutschsprachigen Raum die erfolgversprechendste Option zum Fertilitätserhalt. Dieses Vorgehen setzt jedoch eine feste Partnerschaft voraus.
Kryokonservierung von Embryonen Die Kryokonservierung von Embryonen ist im Rahmen des Deutschen Embryonenschutzgesetzes rechtlich nicht zulässig. Kryokonservierung reifer, unbefruchteter Eizellen Alternativ zur Konservierung von Vorkernstadien besteht bei alleinstehenden Patientinnen die Möglichkeit der Gewinnung und Lagerung reifer Eizelle. Die Schwangerschaftsraten nach Auftauen und In-vitro-Fertilisation dieser Eizellen sind jedoch vergleichsweise gering.
International bestehen jedoch wissenschaftliche Bemühungen, diese Situation zu verbessern, was sich bereits in deutlich verbesserten Erfolgsraten nach Modifikation der Einfriertechniken äußert.
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Risiko einer ovariellen Stimulation vor der onkologischen Therapie Jedes der genannten Verfahren erfordert eine ovarielle Stimulation, die einen Zeitraum von 2-3 Wochen in Anspruch nimmt und die Gewinnung der Eizellen durch einen, wenn auch geringfügigen operativen Eingriff. Beides verzögert den Beginn der onkologischen Therapie erheblich, teilweise über den medizinisch vertretbaren Zeitrahmen hinaus. Neuere Schemata erlauben den Beginn der Stimulationsbehandlung unabhängig von der Zyklusphase der Patientin, was die Vorbereitungsphase der Patientinnen vor Follikelpunktion verkürzt Bei hormonabhängigen Tumoren ist eine ovarielle Stimulation umstritten, da hierdurch unter Umständen eine Verschlechterung der Prognose der Tumorerkrankung in Kauf genommen wird.
Kryokonservierung unreifer Eizellen mit anschließender In-Vitro-Maturation Als mögliche zukünftige Alternative bietet sich hier wie in anderen Fällen mit begrenztem zeitlichem Rahmen die Gewinnung unreifer Eizellen mit nachfolgender In-Vitro-Maturation und Kryokonservierung an. Bei der In-Vitro-Maturation erfolgt die Reifung von Eizellen in der Petrischale, d.h. außerhalb des Körpers. Diese Methode stellt eine schonende Alternative zur sonst notwendigen hormonellen Stimulation dar. In diesem Fall ist keine oder eine nur kurzzeitige Vorbehandlung der Patientin notwendig.
Zur Zeit bestehen noch keine Erfahrungen bezüglich der Überlebensraten in vitro maturierter Eizellen nach Kryokonservierung oder zu erwartender Schwangerschaftsraten. |