Entscheidung zur Behandlung Wenn ein Paar überlegt, ob es eine Kinderwunschbehandlung in Anspruch nehmen möchte, werden meist mehrere Aspekte überdacht. Ein Leben ohne Kinder, eine Adoption oder die Aufnahme von Pflegekindern können Inhalt dieser Gedanken sein.
Aber auch berufliche Veränderungen oder Änderungen der Wohnsituation können an dieser Stelle thematisiert werden. Zurück zu diesem Punkt der Entscheidungsfindung kommen Paare auch nach fehlgeschlagenen Behandlungsversuchen.
In die Entscheidung zur Behandlung oder zur Fortsetzung der Behandlung sollte auch der Aspekt der körperlichen und psychischen Belastung durch die Behandlung miteinbezogen werden. Für die individuelle Chance des Paares auf ein eigenes Kind spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie Art der Fruchtbarkeitsstörung, Alter, Vorerkrankungen etc. Die Bereitschaft, die Belastungen einer Behandlung auf sich zu nehmen, zeigt den oftmals erheblichen Leidensdruck, der durch die ungewollte Kinderlosigkeit entsteht. Psychische Symptome bis hin zu Depressionen und psychosomatischen Störungen können die Folge sein.
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Die Sterilitätsbehandlung Die Sterilitätsbehandlung bringt für viele Paare neben organisatorischen Schwierigkeiten (Konflikte am Arbeitsplatz, Terminabstimmung, Wartezeiten) und Nebenwirkungen durch Hormonbehandlungen auch psychische Belastungen mit sich.
Am deutlichsten spüren Paare die Belastung durch das starke Auf und Ab der Gefühle, zwischen extremer Hoffnung zu Beginn eines Versuchs und tiefer Enttäuschung bei nicht eingetretener Schwangerschaft.
Viele Paare möchten mit ihrer Familie und mit Freunden nicht über die Behandlung sprechen. Die „Verheimlichung" kostet sie oft aber ebenfalls viel Kraft und Energie. Vor allem Frauen schildern immer wieder eine große gedankliche Konzentration auf den Kinderwunsch mit viel Grübeln und innerer Unruhe. Sie fühlen sich kaum im Stande weitere Planungen oder Vorhaben zu entwickeln, ohne dabei eine mögliche Schwangerschaft zu berücksichtigen. Abschluss der Behandlung Ist eine Sterilitätsbehandlung erfolgreich, ist die Freude groß. Stellen sich in der Schwangerschaft Probleme ein, werden diese häufig als belastender erlebt als bei „spontan Schwangeren", da die Schwangerschaft „so heiß erkämpft ist". Bleiben die Behandlungsversuche ohne Erfolg, findet die Auseinandersetzung mit einem möglichen Behandlungsende und der Gewissheit, kein leibliches Kind bekommen zu können, statt. Die Zeit des endgültigen Behandlungsabschlusses ist häufig mit Gefühlen der Trauer verbunden. Auch Gefühle des Versagens, der Leere und Depressionen können auftreten. |