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Therapie idiopathischer habitueller Abort
 

Bei etwa 50% der Paare bleibt die Ursache der habituellen Aborte nach Abschluß der Diagnostik ungeklärt. Auch in diesem Kollektiv liegt nach drei Aborten die Chance auf eine Lebendgeburt über 50%. Mehrere nichtrandomisierte Studien berichten von einer deutlichen Reduktion der Fehlgeburtenraten bei Patientinnen mit idiopathischen Aborten durch eine engmaschige psychosomatisch orientierte Betreuung in der Frühschwangerschaft.

Zusätzlich sollten Möglichkeiten der Eigeninitiative (Gewichtsreduktion, Einschränkung von Nikotin- oder Alkoholkonsum etc) geprüft werden. Eine Progesteronsupplementation, die eher zur Immunmodulation als zur Substitution eines Lutealphasendefektes eingesetzt wird und eine Folsäuresubstitution in der für die Schwangerschaft empfohlenen Dosierung werden zumeist angeboten, ohne dass diese Ansätze in randomisierten Studien überprüft wurden.

Weiterführende Maßnahmen wie eine In vitro Fertilisation mit Polkörperbiopsie oder Präimplantationsdiagnostik zur Selektion euploider Embryonen sind bezüglich der Steigerung der Lebendgeburtenraten noch ungenügend evaluiert und sollten nur im Rahmen kontrollierter Studien durchgeführt werden.