Antiphospholipidsyndrom Bei Patientinnen mit Antiphospholipidsyndrom und habituellen Aborten führt eine kombinierte Therapie aus niedrigdosierter Acetylsalicylsäure und niedrigdosiertem fraktioniertem oder niedermolekularem Heparin zu einer Reduktion der Abortrate von über 50%.
Eine Monotherapie mit fraktioniertem oder niedermolekularem Heparin reduziert die Abort- und Frühgeburtenrate beim Antiphospholipidsyndrom lediglich um ca. 30%. Idiopathisch habituelle Aborte Dieselbe Therapie ist bei idiopathischen habituellen Aborten nicht effektiv.
Eine Monotherapie mit Aspirin verbessert die Lebendgeburtenraten beim idiopathischen habituellen Abort nicht, bedingt aber ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für eine bestimmte Mißbildung bei Einnahme im ersten Trimenon. Eine Monotherapie mit Aspirin beim habituellen Abort ist aus den genannten Gründen nicht zu empfehlen. |
Gerinnungsstörungen Bei dem Vorliegen von Gerinnungstörungen (z.B. Faktor V Leidenmutation, Protein S Mangel, Prothrombinmutation) richtet sich die Therapie nach den Maßgaben der Gerinnungsphysiologen.
Sie besteht in der Regel in einer prophylaktischen Antikoagulation mit Heparinpräparaten, beginnend mit dem Nachweis der Schwangerschaft.
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